Ehrenamtspreis Markt Wiesentheid

Seit dem Jahr 2024 vergibt die Marktgemeinde Wiesentheid einen eigenen Ehrenamtspreis, um das bürgerschaftliche Engagement und Ehrenamt zu unterstützen. Dieser besondere Preis wird an Personen vergeben, die sich bereits viele Jahre in Wiesentheid und seinen Ortsteilen unentgeltlich für andere einsetzen. Dies kann in Vereinen oder anderen Gruppierungen sein. Viele unserer Preisträger engagieren sich in mehreren Vereinen oder Projekten und sind Vorbilder für Jung und Alt.

Der Ehrenamtspreis wird pro Jahr an insgesamt 5 Preisträger vergeben. Eine geehrte Person kann nur einmal in 10 Jahren mit einem Preis bedacht werden. Dabei gibt es folgende Kategorien:

Hauptpreis:
Viele Jahre Engagement in einem Verein sind nicht selbstverständlich – daher haben die Preisträger in unserer Hauptkategorie es mehr als verdient, dafür gewürdigt zu werden. Jedes Jahr werden hier drei Personen mit einem Preis bedacht.

Jugendpreis (bis 27 Jahre):
Bereits Jugendliche engagieren sich oftmals direkt während der eigenen aktiven Zeit über das eigene Training, die Ausbildung o. ä. hinaus. Dieser Nachwuchs ist besonders wichtig, um Vereine zukunftsfähig zu machen und auch junge Leute nachzuziehen.

Stille Helden:
Meist sind die Personen am wertvollsten, die im Hintergrund agieren. Oftmals sind es Aufgaben, die bereits seit vielen Jahren wahrgenommen werden und die man sonst vergessen würde. Diese Aufgaben können Hausmeistertätigkeiten, Waschen von Trikots, Reparaturen u. v. m. sein. Aber auch das eigenverantwortliche Sauberhalten am Friedhof von Spielplätzen und Wegen sind Bereiche, in denen unsere Stillen Helden tätig werden. Die Preisträger dieser Kategorie werden nicht veröffentlicht.

Hauptpreis:

Helga Ruppert
Helga Ruppert ist seit frühester Jugend in Wiesentheid engagiert in der Jugendarbeit und der Kinderbetreuung, sie war in Elternbeiräten und Kommunion- und Firmgruppenmutter. Helga Ruppert war 2. Vorsitzende des damaligen Mauritiusvereins (heute Elisabethenverein) und 12 Jahre lang Kirchenpflegerin. Sie engagierte sich jahrzehntelang im Partnerschaftskomitee Wiesentheid-Rouillac, sie war Elternlotse, Beisitzer bei ‚Zeit füreinander‘ und brachte sich ein beim Rosenkranzbeten, beim Café Vergissmeinnicht, beim Seniorensingen und als Kassenführerin beim Güterwaldkonsortium. 1996 wurde sie Vorsitzende des Frauenbundes Wiesentheid, wo sie engagiert immer wieder Akzente setzte (Blumenteppiche, Osterbrunnen, Palmbüschel, Kräuterbüschel, Gründung der „Gruppe junger Frauen“, Frauenfrühstücke, Frauenfasching).

Martin Klein
Martin Klein aus Feuerbach ist ein Vorbild für bürgerliches Engagement. Der Mitgründer des 1. FC Feuerbach war 50 Jahre lang in der Vorstandschaft tätig. Als Kassier hat er mit größter Sorgfalt und Integrität die Finanzen des Vereins verwaltet. Es gab wohl wenige Arbeiten im Verein, die er nicht mit seinem Engagement und kompetenten Einsatz gemeistert hat. Martin Klein hat auch die Partnerschaft mit dem Partnerort Feuerbach im Markgräflerland maßgeblich mit organisiert und regelmäßige Exkursionen und Partnerschaftstreffen mitgestaltet. Darüber hinaus ist Martin Klein immer da, wenn Hilfe bei Festen, Bautätigkeiten oder in kulturellen Projekten benötigt wird.

Wolfgang Lurati
Wolfgang Lurati hat schon als Kind zum Musik- und Gesangsverein Wiesentheid gefunden. Sein musikalischer Weg ging über die Trompete, das Flügelhorn und die Gitarre bis zum Gesang. Über 40 Jahre war Lurati in der Vorstandschaft des MGV. Der Weg führte vom Beisitzer, über den Notenwart, den Kulturwart und den Geschäftsführer bis zum Vorsitzenden. Dieses Amt übte er 24 Jahre lang aus. Während der gesamten Zeit setzte er sich auch für die musikalische Partnerschaft mit Wiesentheids Partnergemeinde Rouillac ein. Besonderen Wert legte er auch auf eine gute Zusammenarbeit mit der Sing- und Musikschule Steigerwald.

Jugendpreis:

Tobias Addicks
Tobias Addicks engagiert sich seit seinem 10. Lebensjahr aktiv bei den Wiesentheider Pfadfindern, den Löwen von Schönborn. Vom Wölfling bis zum Truppführer hat Tobias Addicks stets Verantwortung in der Leitung übernommen. Wichtig war ihm immer, die Natur zu bewahren und zu schützen. Aktiv ist Tobias auch als Jugendleiter in den Jugendgruppen von Wiesentheid und in den Partnerschaften mit den Gemeinden Rouillac und Hagenbach.

Hauptpreis:

Wolfgang Stöcker
Wolfgang Stöcker war jahrzehntelang aktiv in vielen Gruppierungen, oft als Vorsitzender. Die folgende Aufzählung ist sehr umfangreich aber immer noch nicht vollständig: Wolfgang Stöcker war aktiv im Sportverein TSV/DJK Wiesentheid, im Pfadfinderförderverein, im Partnerschaftskomitee Rouillac-Wiesentheid, bei der Kolpingfamilie (31 Jahre als Vorsitzender), im Elferrat der KoKaGe, 6 Jahre als Kirchenpfleger, als Elternbeiratsvorsitzender im Kindergarten, in der Grund- und Mittelschule und im Gymnasium, im Förderverein der Grundschule, in der Bürgerenergiegenossenschaft, im Bund Naturschutz und bei der Ferienpassaktionen der VGem. 35 Jahre lang war Wolfgang Stöcker als Marktgemeinderat aktiv, davon 12 Jahre als Jugendreferent und 6 Jahre als zweiter Bürgermeister.

Lore Ragati
Lore Ragati ist ein Urgestein im TSV/DJK Wiesentheid. Dem TSV beigetreten ist sie am 1. Januar 1940. Sie hat die Ballettabteilung aufgebaut, beim Ferienpass mitmacht und Kindern Schwimmunterricht erteilt. Ihre große Leidenschaft aber war das Turnen. Sie hat Generation von Buben und Mädchen geprägt. Dabei war ihr die körperliche Fitness genauso wichtig wie die Disziplin. Als Übungsleiterin war sie 52 Jahre beim Verein tätig. Als Lore Ragati ihre offizielle Funktion aufgab, ging sie schon auf die 90 zu.

Martin Hahn
Martin Hahn ist untrennbar mit dem 1. FC Geesdorf verbunden. Fußball war und ist seine Leidenschaft seit frühester Jugend. Er begann als aktiver Fußballspieler, später kümmerte er sich um die Jugend. Er trainierte und motivierte sie, er stand bei den Spielen am Feldrand, er kam mit Eis um die Ecke und bandagierte, wenn es nötig war. Martin Hahn organisiert auch die Bewirtung im Sportheim und führt kleinere Reparaturen selbst durch. Martin Hahn macht nicht viel Aufhebens um seine Person, er hilft selbstverständlich und ist für alle im Ehrenamt ein Vorbild.

Werner Melber
Werner Melber trat dem 1. FC Reupelsdorf 1967 bei. Er spielte 2 Jahre Fußball in der Jugendmannschaft, danach bis 1995 in der Herrenmannschaft. Seit 1976 ist er Mitglied im Vereinsausschuss, von 1978 bis 1980 war er 2. Vorstand. Das Amt des Fußballabteilungsleiters übte er 2 Jahre lang aus. Von 1986 bis heute ist er als Vereinskassier tätig, also sage und schreibe 37 Jahre. Der zu Ehrende hat seine Ämter ehrenamtlich, zuverlässig und sehr gewissenhaft ausgeführt. Er hat dafür gesorgt, dass die Vereinsverantwortlichen finanziell ruhig schlafen konnten.

Marlene Fechner
Marlene Fechner war mit Herzblut Erzieherin im Kindergarten St. Mauritius. Sie engagierte sich viele Jahre in der evangelischen Kirchengemeinde, unter anderem 30 Jahre im Kirchenvorstand. Sie gestaltete aktiv die Gottesdienste als Lektorin und Messnerin, sie arbeitete im Team der Kinderkirche mit Krippenaufbau, mit Krippenspielen und bei der Kinderosternacht, sie half beim Weltgebetstag der Frauen oder beim Erntedankaltar. Auch in der Kantorei sang sie jahrelang mit. Selbst im Seniorenalter rief sie einen Seniorentreff ins Leben. Nach dem Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine organisierte Marlene unermüdlich Ausflüge und Zusammenkünfte für die Geflüchteten aus der Ukraine.